Leitfaden zur Förderung von Schülerbeteiligung
im Eco-Schools-Programm

Vorwort

Die Foundation for Environmental Education (FEE) besteht seit nunmehr über 20 Jahren und vereint zurzeit in einem weltweiten Netzwerk Nichtregierungsorganisationen (NGO) aus 65 Ländern unter ihrem Dach. Alle Mitglieder haben die Umwelterziehung bzw. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu ihrem Ziel. Seit über 15 Jahren führt die FEE ihr größtes Bildungsprojekt, das Auszeichnungsprogramm „Eco-Schools“ durch. Es wird unter gemeinsamen Kriterien in fast 50 Ländern umgesetzt und hat die Planung und Einübung verantwortungsbewussten Handelns im Sinne der Agenda 21 zum Ziel. Diese Netzwerkarbeit führte zu dem bilateralen Projekt „Eco-Schools – Umweltmanagement mit Schülerbeteiligung“ zwischen dem slowakischen Centrum etickej a environmentálnej výchovy ŽIVICA (CEEV Živica) und der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung e.V. (DGU). Im Rahmen des Projektes wurde der hier vorliegende Leitfaden erarbeitet. Der Leitfaden richtet sich sowohl an Schulen, die bereits am Auszeichnungsprogramm Eco-Schools teilnehmen, als auch an Neueinsteiger. Er bietet eine Anleitung, wie Partizipation von Schülern gefördert werden kann, und möchte Lehrer dazu motivieren, Schüler sowie die ganze Schulgemeinschaft aktiv an der Realisierung der Vorhaben und Projekte zu beteiligen.

Mehrere Hundert Schulen werden jährlich in beiden Ländern mit der „Grünen Flagge“ und dem Prädikat „Zelená škola“ bzw. „Internationale Agenda 21-Schule“ ausgezeichnet. Die Schulen stellen sich jedes Schuljahr erneut den Anforderungen und leisten in ihrer Schule einen Beitrag zu einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess im Sinne der Agenda 21 und der Qualitätsentwicklung von Unterricht und Schulleben.

In der Slowakei und in Deutschland ist Schülerverantwortung, Schülermitwirkung und selbstständiges Lernen ein wichtiges Element der Schulentwicklung. Gleichwohl wird die Partizipation von Schülern als defizitär beschrieben, zumal oftmals noch frontal unterrichtet wird bzw. eine traditionelle Rollenverteilung zwischen Lehrer und Schüler vorherrscht. Der hier vorliegende interaktive Leitfaden wendet sich an Lehrer und Pädagogen, die im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) tätig sind, und möchte einen Beitrag zur Schulentwicklung unter demokratischen und ökologischen Gesichtspunkten leisten. Selbstbestimmung, Mitwirkung und die Übernahme von Verantwortung sind wichtige Elemente der Schulentwicklung bzw. einer zukunftsfähigen Schule.

Der Leitfaden liegt in slowakischer, deutscher und englischer Sprache vor. Dies macht den Stellenwert dieses Projektes für die internationale Ebene des Eco-Schools-Programms und die FEE-Mitgliedsländer deutlich. Sie sind eingeladen, die hier vorgestellten Hilfen zu nutzen.

In Deutschland wurde das Projekt „Eco-Schools – Umweltmanagement mit Schülerbeteiligung“ als UN-Dekade-Projekt ausgezeichnet.

Stephanie Pröpsting
Eva Stroffekova

Danksagung

Der Leitfaden wurde im Rahmen des bilateralen Projektes „Eco-Schools – Umweltmanagement mit Schülerbeteiligung“ in Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung e.V. (DGU) und dem slowakischen Centrum etickej a environmentálnej výchovy ŽIVICA (CEEV Živica) entwickelt. Wir danken Herrn Prof. Dr. Gerhard de Haan (Vorsitzender der DGU), Juraj Hips (Vorsitzender von ŽIVICA) und Herrn Dr. Bittner (Referatsleiter Umweltbildung, DBU) für die Unterstützung zur Realisierung dieses Projektes. Für die finanzielle Förderung des Projektes danken wir der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und der EKOPOLIS Foundation.

Stephanie Pröpsting (DGU)
Eva Štroffeková (ŽIVICA)